Lerntypen und lerntypen-spezifische Lernstrategien

Auf der Moodle-Plattform in unserem Abiturfernkurs gibt es einen Lerntypentest. Dabei könnt ihr herausfinden, welcher der 4 Lerntypen ihr seid: visuell, auditiv, kommunikativ oder motorisch.


Habt ihr den Test schon gemacht? Wenn nicht findet ihr ihn im Infobereich auf der LZK Moodleplattform.


Wieder da? Dann möchte ich jetzt ein paar Tipps für alle Lerntypen vorstellen, los gehts.


Visuelle Lerntypen

Um Zusammenhänge gut zu verstehen eignen sich für Menschen, die gut visuell aufnehmen können, Schaubilder und Mindmaps sehr gut. Auch um Vokabeln nach Themen zu sortieren oder mathematische Formeln zu ordnen sind Mindmaps praktisch.

Videos und Dokumentationen zu Schulthemen gibt es auf diversen Plattformen zu Genüge. Diese sprechen durch das Vorhandensein von Bild und Ton demnach auch visuelle und auditive Lerntypen an.

Wer bislang schon gerne mit den klassischen Karteikarten gelernt hat, ist sehr wahrscheinlich auch ein visueller Typ. Um Karteikarten noch ansprechender für die Augen zu machen, kann man ihnen sogenannte „Sketchnotes“, also kleine Symbole und Zeichnungen, hinzufügen. Diese können natürlich auch bei Mindmaps verwendet werden, mehr dazu HIER.



Auditive Lerntypen

Auditive Lerntypen nehmen Texte besser auf, wenn sie sie laut vorlesen. Eine andere Möglichkeit, besonders zum Auswendiglernen ist es, Texte selbst laut vorzulesen und aufzunehmen um sich die Aufnahmen während dem Auswendiglernen immer wieder anzuhören.

Viele Menschen die Informationen gut auditiv aufnehmen tun sich leichter, wenn sie zu Musik lernen. Sowohl Hintergrundmusik (leise und am besten ohne Text) hilft einigen, als auch die Verbindung von Musik und Schulstoff. Aus diesem lassen sich oft ganz einfach Gedichte oder Raptexte schreiben, wodurch das Lernen sehr viel abwechslungsreicher ist.

Die einfachere Variante sind natürlich Hörbücher oder Lesungen. Lange Texte in Büchern und Begleitheften kann man sich auch, insofern sie digital zur Verfügung stehen, von der Sprachausgabe am Rechner oder Handy vorlesen lassen. Diese Stimme ist zwar etwas monoton, ich persönlich nehme einen auf diese Weise vorgelesenen Text allerdings immer noch besser auf, als wenn ich ihn leise lese.



Kommunikative Lerntypen

Themen zu diskutieren hilft vermutlich allen beim Vertiefen und Verständnis, besonders aber natürlich den kommunikativen Lerntypen, wie der Name sagt.

Da es sich momentan natürlich eher schlecht live diskutieren lässt, eignet sich das Ausweichen auf Plattformen wie Skype oder den Schuldiscordserver umso mehr.

Auch das Nachsprechen oder Erstellen von Dialogen, die den zu lernenden Stoff beinhalten, eignet sich für kommunikative Lerntypen sehr gut. Und wer gerne etwas mehr Action hat: Ein Quiz lässt sich aus allem machen.



Motorische/haptische/taktile/kinetische Lerntypen
(verschiedene Namen für diese Lernart sind verbreitet)


Motorische Lerntypen haben es vermutlich am schwersten, geeignete Lernstrategien für sich zu finden. In niedrigeren Klassenstufen gibt es noch mehr Möglichkeiten, aber aus der Zeit, in der wir mit Experimentierkästen etwas lernen konnten, sind die meisten von uns wahrscheinlich raus.

Zu Zeiten außerhalb der Pandemie wären der Besuch von Museen oder generell Ausflüge zu Schauplätzen diverser Schulthemen eine Möglichkeit.

Da für motorische Lerntypen unter anderem Bewegung eine große Rolle spielt, eignen sich einige Strategien der sogenannten Mnemotechnik. Diese beinhaltet, sich Informationen zum Beispiel zu bestimmten Bewegungen zu merken, mehr dazu HIER.

Modelle anzufertigen ist eine der einfachsten Methoden, um Lernstoff motorisch zu erfassen. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Modelle lassen sich aus Knete, Ton, Papier, Holz und vielen anderen Materialien herstellen. Dies mag etwas zeitintensiver sein, aber letztlich geht es auch nicht um das Aussehen des Modells sondern um dessen Effizienz bezüglich des Lernens.

Der Einfachheit halber lassen sich zum Nachstellen vieler Zusammenhänge auch bereits vorhandene Figuren verwenden, so wie es auch auf dem Kanal „Sommers Weltliteratur to go“ zu sehen ist (wer diesen Kanal nicht kennt klicke HIER)

Zu guter Letzt bleiben die altbekannten Klebezettel, die sich sowohl zum Lernen von einzelnen Vokabeln in der ganzen Wohnung verteilen lassen als auch ein Schaubild veranschaulichen können, wenn man sie etwa an einer Tür oder auf einer Tafel anbringt.



*unbezahlte Werbung wegen Namensnennungen